Schlafstörungen bei Frauen
Warum Frauen häufiger von Schlafstörungen betroffen sind

Frauen leiden deutlich häufiger unter Schlafstörungen als Männer. Neben psychosozialen Belastungen spielen insbesondere hormonelle Veränderungen eine wichtige Rolle.

Betroffen sein können verschiedene Lebensphasen:

Menstruationszyklus

Vor allem in der zweiten Zyklushälfte berichten viele Frauen über:

  • schlechteren Schlaf
  • nächtliches Erwachen
  • erhöhte innere Unruhe
  • verstärkte PMS-Beschwerden

Schwangerschaft

Häufige Ursachen für Schlafstörungen in der Schwangerschaft sind:

  • körperliche Beschwerden
  • nächtlicher Harndrang
  • Rückenschmerzen
  • Reflux
  • Restless-Legs-Syndrom

Nach der Geburt

Schlafmangel, hormonelle Umstellungen sowie psychische Belastungen können die Schlafqualität erheblich beeinträchtigen.

Perimenopause und Menopause

Typische Beschwerden:

  • Einschlafstörungen
  • Durchschlafstörungen
  • frühes Erwachen
  • nächtliche Hitzewallungen
  • Schwitzen
  • innere Unruhe
  • Stimmungsschwankungen

Spezielles Vorgehen bei Schlafstörungen bei Frauen

Schlafstörungen bei Frauen können viele unterschiedliche Ursachen haben. Häufig spielen hormonelle Veränderungen im Laufe des Lebens eine wichtige Rolle – etwa im Zusammenhang mit dem Zyklus, einer Schwangerschaft, der Stillzeit oder den Wechseljahren. Deshalb ist eine gezielte frauenmedizinische Betrachtung besonders sinnvoll.

Dabei wird nicht nur der Schlaf selbst betrachtet, sondern auch mögliche körperliche, hormonelle und seelische Einflussfaktoren, die den Schlaf beeinträchtigen können. Ziel ist es, die individuellen Zusammenhänge möglichst genau zu erkennen und daraus ein passendes, auf die jeweilige Lebensphase abgestimmtes Therapiekonzept zu entwickeln.

Schritt 1: Analyse der Lebensphase

  • Zyklusstatus
  • Kinderwunsch
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Perimenopause
  • Menopause

Schritt 2: Erfassung möglicher Einflussfaktoren

  • Hitzewallungen
  • PMS oder PMDS
  • Stimmungsschwankungen
  • Angst- und Stressbelastung
  • Gewichtsentwicklung
  • Medikamente
  • chronische Erkrankungen

Schritt 3: Medizinische Abklärung

Bei Bedarf:

  • Eisenstatus
  • Schilddrüsendiagnostik
  • Vitaminmängel
  • Hormonstatus
  • Schlafmedizinische Diagnostik

Schritt 4: Individuelles Therapiekonzept

Je nach Ursache können kombiniert werden:

  • Lebensstilmedizin
  • Schlafberatung
  • CBT-I
  • Stressreduktion
  • Behandlung hormoneller Beschwerden
  • Behandlung von Eisenmangel , Mangel von Vitaminen/Spurenelementen
  • Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen
  • schlafmedizinische Maßnahmen
  • individuell angepasste medikamentöse Therapie

Wissenschaftlich fundierte Informationen

Die Diagnostik und Behandlung orientiert sich an aktuellen schlafmedizinischen Leitlinien sowie an den Empfehlungen internationaler Fachgesellschaften.

Wichtige wissenschaftliche Grundlagen umfassen:

  • Leitlinien der European Sleep Research Society (ESRS)
  • Leitlinien der American Academy of Sleep Medicine (AASM)
  • Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
  • Internationale Klassifikation der Schlafstörungen (ICSD-3)

Unser Ziel ist eine individuelle, ursachenorientierte Behandlung, die nicht nur die Symptome verbessert, sondern die Ursachen der Schlafstörung nachhaltig berücksichtigt.

Dr. Katharina Konstantin, Allgemeinmedizin und Familienmedizin 1090 Wien

Individuell begleitet zu
besserem und erholsamerem Schlaf.

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